
"Mein Weg zum Taiko"
Eigentlich begann mein Weg zum Taiko mit dem Tanzen. 1998 trainierte ich im Tanzatelier Shakti in Duisburg - Modern Dance, Tanztheater, Samba und Afro. Als dort Ende des Jahres Taiko angeboten wurde, gehörte ich zu den ersten Schülerinnen. Allerdings nicht ganz freiwillig: Ich musste erst einmal überredet werden.
Selbst Musik zu machen war mir fremd. Und meine ersten Schritte an der Taiko waren, freundlich gesagt, ziemlich holprig. Auch das Gefühl dafür wollte sich nicht sofort einstellen. Durch den Zuspruch der damaligen Leiterin und meiner Gruppe blieb ich trotzdem dabei. Zum Glück.
Aus den ersten unbeholfenen Schlägen wurden Training, Auftritte und Bühnenarbeit. Schritt für Schritt entwickelte sich etwas, womit ich anfangs selbst nicht gerechnet hätte: eine tiefe Leidenschaft für Taiko.

2004 endete meine Zeit im Atelier. In einer kleinen privaten Gruppe übernahm ich erstmals selbst Verantwortung an der Taiko und sammelte weitere Bühnenerfahrung. Ab 2006 kamen die ersten Anfragen für Übungsgruppen und Workshops. Im selben Jahr entstanden meine ersten eigenen Kursgruppen. Damals noch unter dem Namen KiBoDaiko - Taiko Dojo.
Damit begann für mich noch einmal eine ganz neue Reise. Denn Taiko selbst spielen ist das eine. Es anderen Menschen zu vermitteln, ist etwas völlig anderes. Plötzlich musste ich Bewegungen, Technik und Rhythmus nicht nur fühlen und ausführen, sondern verstehen, erklären und weitergeben.

Ende 2008 zog ich ins Sauerland. Am 1. Mai 2009 eröffnete ich mein erstes kleines Dojo in Arnsberg-Neheim. 2015 folgte der Wechsel in den Märkischen Kreis nach Hemer und daraus entstand das Taiko - Dojo Monika Volmer.
Es folgten viele Auftritte in der Region und eigene Bühnenprojekte. Eines der größten war "Amaterasu - ein Taiko Trommelmärchen", das mit einem Ensemble aus mehr als 30 Schülerinnen und Schülern auf die Bühne gebracht wurde.
Dann kam Corona. Der Trainingsbetrieb musste pausieren und schließlich ging auch das damalige Dojo verloren. Der Neustart brauchte Zeit, Kraft und vor allem Menschen, die Taiko und dem Dojo verbunden geblieben waren. So konnten wir gemeinsam im Juli 2023 in Hemer neu beginnen.

Ein besonderer Meilenstein folgte 2024: Mit meiner Gruppe "KiBoDaiko" war ich bei Spraoi International Street Arts Festival Waterford, in Irland, zu Gast. 2026 führte uns erneut der Weg nach Waterford, der ältesten Stadt Irlands. Diese beiden Reisen und die Auftritte bei einem internationalen Festival gehören zu den besonderen Höhepunkten unserer gemeinsamen Taiko-Geschichte. Als Kulturbotschafter für den Märkischen Kreis durften wir dabei nicht nur unser Taiko, sondern auch unsere Heimatregion über ihre Grenzen hinaus vertreten - für mich persönlich eine besondere Ehre.
2025 erhielt auch meine Arbeit als Lehrerin eine besondere offizielle Anerkennung: Die Bezirksregierung Arnsberg erkannte mich als Lehrkraft für japanisches Taiko-Trommeln an.
Und: seit August 2025 hat das Taiko-Dojo schließlich in Menden sein neues Zuhause gefunden.
Wer noch mehr über meinen Weg, meine Erfahrungen und die Geschichten hinter all diesen Jahren erfahren möchte, findet in meinem Podcast ausführliche Einblicke.
